Kurgane der frühen bis späten Bronzezeit im Bezirk Jambol, Südostbulgarien

by 
Stefan Bakărdžiev - Ilija K. Iliev (eds. Volker Heyd, Rudolf Echt, Bianca Preda-Bălănică)
Price 
15 903 Ft
Price
ISBN 
978 615 576 64 28
Published 
2021

Archaeolingua Series Maior 41; The Yamnaya Impact on Prehistoric Europe 1.

Budapest, Archaeolingua, 2021
Keménytábla | Hardcover
190 oldal, színes és fekete-fehér illusztrációkkal | 190 pages with colored and grayscale images

ISBN 978 615 576 64 28

Mit diesem Band 1 der Serie ‘The Yamnaya Impact on Prehistoric Europe‘ werden die Ergebnisse der Rettungsgrabungen von Ilija Iliev und Stefan Bakărdžiev vom Historischen Museum in Jambol in fünf bronzezeitlichen Kurganen dieser Region im Südosten Bulgariens vorgestellt. Diese Kurgane nahe den Ortschaften Mogila, Draževo, Irečekovo und Bojanovo (zwei Hügel) wurden zwischen 2004 und 2010 ausgegraben. Insgesamt enthielten sie mehr als 40 bronzezeitliche Gräber, die hier ausführlich in Text, Katalog und Abbildungen beschrieben werden. Die frühesten, wie in Mogila und Bojanovo Hügel 1 vorliegend, stammen vom Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. Die nächste Phase, von ca. 3000 bis zur Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. datierend, ist mit Jamnaja-Bevölkerungen verbunden. 16 ihrer typischen Gräber wurden ebenfalls in Mogila und Bojanovo Hügel 1 gefunden. Die mit Matten und Holzbalken abgedeckten Grabgruben und ihre mit Ocker bestreuten Verstorbenen in Rückenlage mit erhobenen Knien liegend, machen sie leicht erkennbar. Andere zeitgenössische Hügelbestattungen zeigen eine Mischung aus lokalen Ezero-Traditionen der bulgarischen Frühbronzezeit II und Steppenelementen, wie in Gräbern aus Draževo belegt. Später, in der mittleren und späten Bronzezeit des 2. Jahrtausends v. Chr., wurden etwa 11 Gräber als sekundäre oder tertiäre Nachbestattungen in Mogila und Bojanovo Hügel 1 eingebracht. Jedoch wurden in der Mittelbronzezeit auch weiterhin neue Hügel errichtet, wie Irečekovo und Bojanovo Hügel 3 mit jeweils drei Gräbern zeigen. Der jüngste Bestattungshorizont besteht aus christlichen Bestattungen aus der Spätantike und dem Mittelalter, die allerdings nicht mehr in diesem Buch beschrieben werden.